Gast dieser Episode
Dominik Ehrenberg
Scrum Master & Podcaster
"Mein Scrum ist kaputt" (Podcast)
Das Wichtigste in Kürze
- Die ideale Sprintlänge ist kein allgemeingültiger Standard (wie 2 Wochen), sondern ein Werkzeug, das zu den spezifischen Rahmenbedingungen Ihres Teams passen muss.
- Entscheidend sind Faktoren wie Produktkomplexität, Team-Disziplin und die Verfügbarkeit von Stakeholdern für Reviews – nicht eine Faustregel.
- Der beste Weg zur optimalen Länge ist Experimentieren: Starten Sie mit einer begründeten Vermutung und passen Sie basierend auf Erfahrungswerten an.
- Eine zu lange Sprintlänge verzögert Feedback und erhöht das Risiko; eine zu kurze kann in zu viel Planungs- und Meeting-Overhead resultieren.
- Die Diskussion über die Sprintlänge ist ein wertvoller Team-Prozess, der Transparenz über Arbeitsweise und Herausforderungen schafft.
Worum es geht
Viele Teams übernehmen die Sprintlänge – oft zwei Wochen – gedankenlos als Standardvorgabe. Das Problem ist nur: Was für das eine Team perfekt funktioniert, führt beim nächsten zu Frustration, ineffizienten Meetings und verzögertem Feedback.
In dieser Nachlese zur Podcast-Episode mit Dominik Ehrenberg („mein Skrammiskaputt“) geht es nicht um einfache Antworten, sondern um die richtigen Fragen. Wir beleuchten, warum der Kontext entscheidet und wie Teams durch gezieltes Experimentieren die für sie passende Rhythmik finden können. Versteht mich nicht falsch, es geht nicht darum, Scrum willkürlich zu ändern, sondern sein zentrales Werkzeug bewusst einzusetzen.
Für wen?
Für wen?
Diese Episode ist besonders wertvoll, wenn du:
Besonders wertvoll, wenn du:
- Als Scrum Master oder Agile Coach die Sprintlänge in deinem Team rechtfertigen oder anpassen musst.
- Als Product Owner schnelleres Feedback brauchst, aber unter dem Overhead zu kurzer Sprints leidest.
- In einem Team arbeitest, das sich mit starren Sprintzyklen unproduktiv fühlt und nach argumentationsstarken Alternativen sucht.
Episoden-Insights
Sprintlänge als kontextabhängiges Werkzeug
Eine Timebox oder ein Sprint ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Steuerung von Komplexität. Die Wahl der Länge muss Faktoren wie die Art des Produkts, die Reife des Teams und externe Abhängigkeiten berücksichtigen. Eine starre Vorgabe ignoriert diese Nuancen und untergräbt die Wirksamkeit des Frameworks.
"Für mich ist eine Timebox und ein Sprint ein Werkzeug. Die muss man halt entsprechend auch benutzen." – Dominik Ehrenberg
Experimentieren schafft eine bessere Diskussionsgrundlage
Anstatt endlos über die theoretisch beste Länge zu debattieren, ist der praktikablere Weg: Macht es einfach. Startet mit einer begründeten Annahme (z.B. 2 Wochen), sammelt Erfahrungen über mehrere Sprints und evaluiert dann gemeinsam. Dieser empirische Ansatz liefert konkrete Daten und geteilte Erfahrungen, auf deren Basis das Team eine fundierte Entscheidung treffen kann.
Typische Fehler bei der Wahl der Sprintlänge
Was ich konsistent beobachte, sind zwei Hauptfehler: Erstens, die Länge wird von außen vorgegeben, ohne das Team einzubeziehen. Zweitens, Teams wechseln die Länge bei ersten Schwierigkeiten zu hastig, ohne den eigentlichen Ursachen – wie mangelnder Disziplin in den Events oder unklaren Backlog Items – auf den Grund zu gehen. Die Sprintlänge ist selten das primäre Problem, sondern oft ein Symptom.
Dein nächster Schritt
Kommt dir das bekannt vor? Wenn Ihr Team über die richtige Sprintlänge diskutiert oder einfach nur effektiver werden möchte, kann ein Blick von außen helfen.
Team-Effektivität besprechen
Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch gemeinsam abgleichen, wo Ihr Team steht und welche Stellschrauben – wie die Sprintlänge – einen echten Unterschied machen können.
Gespräch vereinbaren →Interview-Highlights
Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Gespräch:
Ressourcen
Erwähnt in der Folge
Artikel von David Anderson zur Türa Nye(article)
Ralf erwähnt einen Artikel über immer kürzer werdende Timeboxes als Beispiel für Kritik an Timeboxing.
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