Die Qualitäten eines guten Trainers

Die Bedeutsamkeit von Offenheit, Autorität, Gerechtigkeit, Selbstsicherheit, Disziplin, Einfühlungsvermögen und einer gewissen rhetorischen Grundfertigkeit sind Qualitäten die einen guten Trainer auszeichnen. Daher möchte ich auf ein Feedback basiertes Modell zur Trainingsgestaltung eingehen, welches ich in meinen Trainings implementiert habe.

Ein TED-Talk von Bill Gates hat mich vor einiger Zeit dazu motiviert, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, warum Feedback auch für Trainer essentiell ist und hilft sich weiter zu entwickeln.

Aufbauend zu dem besagten Ted- Talk habe ich mich mit den Projekten auseinandergesetzt, die die  Bill Gates Stiftung außerdem unterstützt und bin dadurch auf das “7C Teaching Framework” von Tripod gestoßen.

Der strategische Einsatz von Tripod-Umfragen in Verbindung mit dem 7C´s-Rahmen unterstützt Reflexion, Zielsetzung, professionelles Lernen und Verbesserung von Instruktionen.

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7 C’s als Orientierung für die Qualitäten eines guten Trainers

Trainer stehen in der Regel, wie Lehrer, alleine vor der Gruppe. Entsprechend selten erhalten sie ein qualifiziertes Feedback. Im Folgenden möchte ich gerne näher  erläutern, wie du das Framework und das Feedback für dich nutzen kannst.

 

1. Care

 

Das erste Prinzip des Frameworks bezieht sich auf die Pflege deiner Teilnehmer. Gehe auf die Lernbedürfnisse der Gruppe ein und tauche ein in die emotionale Ebene der Teilnehmer. Oft ist die Nutzung agiler Ansätze nicht trivial und es können Frust und Herausforderungen unter der Oberfläche vergraben liegen und Hemmungen erzeugen.

Baue eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu den Teilnehmern auf, damit du sie auf eine optimale Lernreise mitnehmen kannst. Denn letztlich ist die Verbindung, die wir im Laufe des Trainings zu unseren Teilnehmern aufbauen essentiell, um mit ihnen größere Herausforderungen aufarbeiten zu können.

 

2. Clarify

 

Hilf deinen Teilnehmern dabei, den Inhalt wirklich zu verstehen und beseitige offene Fragen. Die Basis dafür bildet die Klarheit in deiner Ausdrucksfähigkeit. Überprüfe das Verständnis regelmäßig und arbeite mit konstruktivem Feedback.

 

3. Confer

 

Ermutige die Teilnehmer dazu, ihre Ideen und Ansichten im Training zu teilen. Respektiere ihre Perspektiven und schaffe Raum für eine tiefgreifende Diskussion.

 

4. Captivate

 

Schaffe eine Umgebung, welche die Teilnehmer fesselt und Ihnen den sicheren Raum gibt, um sich aktiv einzubringen. Gestalte die Übungen so, dass Sie durch das Design zum Lernen stimuliert werden.

 

5. Consolidate

 

Helfe den Teilnehmern dabei, die zentralen Learnings so zu konsolidieren, dass es ihnen später leichter fällt diese nach dem Training aufzugreifen. Dies schaffst du durch eine regelmäßige Zusammenfassung während des Trainings, sowie durch eine Erstellung von Reviews zu den Ergebnissen. Das wiederkehrende Verbinden und Aufgreifen von gelernten Inhalten trägt maßgeblich zur Konsolidierung bei.

 

6. Challenge

 

Fordere die Teilnehmer im Training an den richtigen Stellen heraus und schaffe damit ein tiefgreifendes praktisches Lernerlebnis.

Aus falscher Höflichkeit passiert es leicht, dass du Abstriche bei den vermittelnden Inhalten machst. Bei neuen Arbeitsmethoden ist es aber essentiell die neue Perspektive zu lernen. Es bedarf einer guten herausfordernden Umgebung und Fingerspitzengefühl deinerseits, um hier die Denkanstöße für neue Perspektiven zu setzen.

 

7. Classroom Management

 

Erzeuge Dynamik im Raum und bringe dies in Balance mit einer gewissen Ordnung und Ruhe, indem du einen organisierenden Rahmen schaffst, der dabei hilft, die Lerninhalte mit den Teilnehmern zu organisieren. Manage mit den Teilnehmern das Verhalten der Gruppe in diesem Rahmen.

Tipps, wie du das Framework nutzen kannst:

 

Mir gefällt vor allem die Breite und Ausgewogenheit der verschiedenen Aspekte. Einige der Punkte sind auch ein wenig konträr und bilden ein Spannungsfeld. Beispielsweise ist es gar nicht so einfach die ideale Balance zwischen Care und Challenge zu finden.

In meiner Erfahrung bilden die Punkte eine schöne Einladung zur Reflexion, z.B. für ein gutes Gespräch.

 

Tipp Nr. 1: Reflektiere deine Entwicklungsbereiche – Wo kannst Du an deinen Qualitäten als guter Trainer arbeiten?

 

Mir haben die 7 C´s insbesondere dabei geholfen mit Co-Training Kandidaten, die CST werden wollen, zügig in einen guten Austausch zu kommen. Ein Gespräch in dem man zu jedem Punkt bestehende Stärken und Entwicklungspotentiale erarbeitet, geht aus meiner Erfahrung deutlich tiefer als ein unstrukturiertes Gespräch. Ohne diese 7C´s habe ich mich leicht in Diskussionen über unterschiedliche Trainingsspiele verloren, ohne wirklich einen tieferen nachhaltigeren Austausch gehabt zu haben.

In gleichem Maße haben sich die 7 C´s für die Ausbildung interner Trainer in größeren Organisationen bewährt. Sie geben einen klaren Rahmen, um Entwicklungsbereiche zu identifizieren und die geeigneten Maßnahmen im Mentoring zu ergreifen.

 

Tipp Nr. 2: Spezifischeres Feedback im Co-Training – Die 7C’s als Rahmen für Feedback zu den Qualitäten als guter Trainer nutzen.

 

Der oben beschriebe Rahmen hilft mir auch im Co-Training, denn er schafft Struktur, um sich gegenseitig effektiv Feedback zu geben. Im Anschluss an ein Training reflektieren beide, Trainer und Co-Trainer, die jeweiligen Stärken und Entwicklungspotenziale. Dieser Dialog hilft mir in meiner Entwicklung und ich habe persönlich schon sehr viel dadurch mitnehmen können.

Eine Art, die sich außerdem für mich bewährt hat, ist es Beobachtungen im Training direkt mit den

7 C´s zu taggen und Ihnen so eine neue Konkretheit ergänzend zu den Kompetenzen eines guten Trainers zu geben.

 

Tipp Nr. 3: Erfahrungen effektiver Austauschen – Durch die 7C’s die Qualitäten als guter Trainer besser greifen zu können.

 

Die oben skizzierte Struktur hilft mir auch in dem Austausch mit anderen Trainern. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Einsatz der 7 C´s auf Community-Events gemacht.

Ich hoffe, dass diese Methode dir einen Anstoß für deine nächsten Interaktionen und Workshops gegeben hat.

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