Wie du als Trainer Inhalte erfolgreicher vermitteln kannst

Ralf Kruse

20 Mai 2019

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Zuhause Allgemein

Wie du als Trainer komplexe Inhalte erfolgreicher vermitteln kannst

Experten der unterschiedlichsten Bereiche sehen sich ständig vor der Herausforderung, ihr komplexes Fachwissen einem breiten Publikum näherzubringen. Dabei stehen sie immer wieder vor der Frage, was sie tun können, damit die zu vermittelnden Inhalte bei der Zielgruppe ankommen und wirksam werden.

Gerne möchte ich dir einen Anstoß geben, wie du eine nachhaltige und effektive Lernerfahrung für deine Teilnehmer kreierst.

1. Vermittle deine Konzepte prägnant und präzise

Inhalte bei Trainings oder Präsentationen werden oft nicht verstanden, weil sie sehr komplex sind und den Zuhörern die notwendigen Fachkenntnisse fehlen. Rede dich nicht um Kopf und Kragen!

Im agilen Kontext geht es um Ownership. Ein guter Trainer kennt seine Konzepte und ist in der Lage diese zum Punkt rüberzubringen, damit sie von den Teilnehmern überprüft und akzeptiert werden können. Deine Verständlichkeit ist der Schlüssel für die Effektivität deines Trainings oder deiner Präsentation. Eine Ausgestaltung je nach Kontext ist dabei ebenso essentiell, denn wenn deine Inhalte nicht verstanden werden, werden Sie auch nicht behalten.

2. Fördere die Lernerfahrung der Teilnehmer durch didaktische Konzepte

Bei der didaktischen Konzeption geht es darum, alle wesentlichen Komponenten der geplanten Lernumgebung auszuloten und in einer lernförderlichen Weise miteinander zu kombinieren.

Bei mir haben sich zwei didaktische Konzepte bewährt, die ich dir kurz vorstellen möchte.

1. Training of the Back of the Room

Seit 2010 wende ich die Konzepte von “Training of the Back of the Room” an. Dieses Konzept stellt die Zeit für das Lernen und das gemeinschaftliche Üben in den Vordergrund anstatt die Dozenten oder deren Folien. Die Art die Teilnehmer aktiver in dem Lernprozess mit einzubinden hat mein Training auf ein ganz neues Level gehoben.

2. Experiential Learning

Seit 2015 orientiere ich mich stark an dem Konzept “Experiential Learning”, welches ich in beeindruckender Weise im Kurs “Problem Solving Leadership” von Gerald Weinberg kennengelernt habe. Seit dem konzipiere ich meine Trainings so, dass eine Lernerfahrung aus den Situationen im Trainingsraum kreiert wird und sie mit den Teilnehmern anschließend zu konzeptionalisieren.

Das Konzept des Experiential Learning hat meine Art, Elemente aus dem Training of the Back of the Room zu verwenden, noch einmal geschärft. Ich mache nun, vor den Übungen mit den Teilnehmern, aktiver die Fallstricke und die Herausforderungen transparent. Interessanterweise kommen die Teilnehmer dann trotzdem noch nicht aus ihrer Comfort Zone heraus und erfahren noch viel intensiver wie die Probleme agile Ansätze in ihrer Umgebung anzuwenden sind. Auch das sehe ich als einen Meilenstein in der Gestaltung meiner Trainings.

3. Bestimme das abschließende Vorgehen im Training durch Kommunikation auf Meta-Ebene

Wenn Kommunikation Sprechen ist, dann ist Metakommunikation Sprechen über das Gesprochene. Oder mit anderen Worten: gemeinsame Reflexion über ein vergangenes Gespräch.

Ein aufmerksamer Trainer liest seine Gruppe, stellt die passenden Fragen und gestaltet aus seiner Wahrnehmung heraus die Lernerfahrung. Er geht mit der Gruppendynamik und weiß den geschaffenen Raum in die Meta-Ebene des Trainings einzuordnen und daraus Ebenen für das weitere Vorgehen abzuleiten. Diese einfachen, aber signifikanten Anpassungen des Trainings sorgen schließlich dafür, dass die Gruppen eine einmalige Erfahrung bekommt.

Gehe im Training immer auf die Gruppe ein und reagiere unabhängig auf die jeweilige Situation.

Hast du in deinem Training bereits mit didaktischen Konzepten gearbeitet? Was ist dir bei deiner Trainingsgestaltung wichtig? Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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